Nico Frommenherz und Kevin Hess liessen sich richtig was einfallen. Der Studitreff in Wädenswil hat unter ihrer Leitung einige neue Features bekommen. Zum Beispiel, dass jedes Semester ein neues Event-Format ausprobiert wird. Eine Tradition, die Nico begonnen hat, führt Kevin nun weiter. Welche gemeinsame Vision sie für den Studitreff haben, erfährst du im Interview mit den beiden.

Was habt ihr beim Studitreff verändert?
Nico: Andere Events, die wir lanciert haben, waren beispielsweise Powerpoint-Karaoke, Batik-Workshops, Beer-Pong-Turniere oder das «Herzblatt». Ausserdem haben wir eine Sommer-Alternative beim Seegüetli geschaffen, so dass wir uns bei warmem Wetter draussen treffen können.
Kevin: Wir haben angefangen, nur noch vegane Menüs im Studitreff zu verkaufen und neue Events lanciert. Zum Beispiel der Lindy Hop Tanzabend. Vieles hat sich auch hinter den Kulissen verändert, wovon die Besucher nichts merken. Zum Beispiel die Organisation der Schichtbetriebe.

Warum wolltet ihr das machen?
Nico: Mir ging es darum auszuprobieren, was im Studitreff alles entstehen könnte und einen Treffpunkt zu kreieren, bei dem es nicht nur ums Trinken geht. Er sollte die Vielfalt der Studis zeigen.
Kevin: Das Menü-Angebot haben wir von vegetarisch auf vegan gewechselt, nachdem der VSZHAW uns – wie auch alle anderen Ressorts des VSZHAW – darum bat, an einer nachhaltigeren Zukunft des Studierendenvereins beizutragen. In vielerlei Hinsicht waren wir bereits vorbildlich. Zum Beispiel gab es vegetarisches Essen und wir hatten nur Bio-Bier in Mehrwegflaschen im Angebot. Aber wir gingen dann einfach einen Schritt weiter und baten neu standardmässig vegane Menüs an, vereinzelt mit Vegi-Komponenten wie Reibkäse. Events wie der Lindy Hop Abend wurden gestartet, weil es Nico zur Tradition gemacht hat, dass jedes Semester ein neuer Event stattfindet.

Die frischen Eventideen von Nico und Kevin lockern die Studienzeit auf.

Was hast du dabei gelernt?
Nico: Dass bekannte und andernorts angesagte Veranstaltungen wie ein Pub-Quiz total floppen, aber kuriose Ideen wie «Herzblatt» sehr viel Anklang finden können. Und zudem konnte ich feststellen, dass – wie in vielen Bereichen im Leben – weniger mehr ist. Einfach mal einen Abend nichts Spezielles zu planen, kann super funktionieren. Der Studitreff lebt von den Studis und die schaffen immer wieder tolle Abende.
Kevin: Ideen für Anlässe gibt es viele, realisierbar ist oft aber nur ein kleiner Teil davon. Zudem ist auch mir aufgefallen, dass die Gäste auch mal einen programmlosen Abend schätzen. Festbänke und gute Musik reichen dann völlig.

Manchmal reichen Festbank und gute Musik aus, um einen gelungenen Abend zu schaffen. 

Worauf bist du stolz?
Nico: Auf mein Team, welches jeden Donnerstag selbständig und verantwortungsbewusst den Abend meistert. Und auf Kevin, wie er den Studitreff mit coolen neuen Ideen weiterführt und optimiert!
Kevin: Dass viel positives Feedback der Gäste kommt. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, inwiefern ich dafür verantwortlich bin. (lacht) Was für ein Projekt würdet ihr in Zukunft für den Studitreff wünschen? Nico: Unterhalb vom Studitreff war früher der Club Industrie. Dort könnte aus dem Studitreff mehr werden als nur eine Bar am Donnerstagabend und somit mehr Leben nach Wädenswil bringen. Kevin: Auch ich träume davon, den Studitreff in die Räumlichkeiten des ehemaligen Club Industrie verlegen zu können. Ebenfalls wichtig ist mir, dass die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, wie der Tankstelle Seegüetli oder der «Transition Town» Wädenswil noch verstärkt werden kann.

 

Bildurheberin: Alyssia Kugler

Alyssia Kugler

Alyssia Kugler

Autorin, ehemalige Co-Leiterin des Brainstorms

Ich schreibe fürs Brainstorm, weil ich hier wertvolle Erfahrungen machen kann. In der Leitung des Brainstorm von 2018 bis 2020 möchte ich sicherstellen, dass auch andere Studierende wertvolle Erfahrungen machen können. Ich wünsche mir, dass das Brainstorm grösser, bekannter und angesehener wird.